'ARTICULATION'*
*(articulation [tech.] - das Scharnier)

('Zur Befestigungstechnik des Erfahrungsbegriffs')
Ein vielleicht etwas überraschender Vorschlag wäre an dieser Stelle zu artikulieren, nämlich den Begriff der 'Erfahrung' als eine Art 'Humor' zu deuten, denn dass dieser schwammige Begriff gedeutet werden muss, steht ganz außer Frage, wenn man ihn nicht gänzlich dem Vagen, das heißt aber dem Erfahrungslosen überantworten möchte.
Eine ziemlich feuchte Sache also, eine Sumpflandschaft, und wie alles Feuchte, nur schwer trockenzulegen...
Wir alle spielen sie, die 'Rolle unseres Lebens' und neigen doch gleichzeitig unablässig dazu, sogar retrospektiv am 'Script' herum zu mäkeln und so zu tun als genügten die 'Schnippchen' nicht, die uns das Leben ohnehin und ohne unser Zutun zu schlagen weiß. Jedenfalls herrscht Einigkeit darüber, dass die 'Erfahrung' ganz offenbar ein rares Gut darstellt und man folgerichtig gut daran tue, sich ihrer reichlich zu versichern.
Besonders wertvoll will mir nun die 'Erfahrung' in ihrer Eigenschaft als Kunst der Selbst-Tröstung erscheinen, genau als jene Kunst also, die nach Freud auch ein Hauptmerkmal des Humors ist:
"Das Großartige (des Humors) liegt offenbar im Triumph des Narzissmus, in der siegreich behaupteten Unverletzlichkeit des Ichs. Das Ich verweigert es, sich durch die Veranlassungen aus der Realität kränken, zum Leiden nötigen zu lassen, es beharrt dabei, dass ihm die Traumen der Außenwelt nicht nahegehen können, ja es zeigt, dass sie ihm nur Anlässe zu Lustgewinn sind."
ERFAHRUNG wäre demnach als narzisstisch konstruierter 'Lustgewinn' zu definieren, aber wo bliebe dann die Unlust...?
Vielleicht ist ERFAHRUNG ja das Scharnier, welches beide Ebenen miteinander u n d gegeneinander beweglich verbindet. Diese geschmeidige Befestigungstechnik könnte auch eine plausible Erklärung dafür abgeben, warum beide scheinbar so konträren Gefühlslagen sich jederzeit geradezu tumultuarisch bereit zeigen, in ihr Gegenteil umzuschlagen...
'Life is life...'

('Zur Befestigungstechnik des Erfahrungsbegriffs')
Ein vielleicht etwas überraschender Vorschlag wäre an dieser Stelle zu artikulieren, nämlich den Begriff der 'Erfahrung' als eine Art 'Humor' zu deuten, denn dass dieser schwammige Begriff gedeutet werden muss, steht ganz außer Frage, wenn man ihn nicht gänzlich dem Vagen, das heißt aber dem Erfahrungslosen überantworten möchte.
Eine ziemlich feuchte Sache also, eine Sumpflandschaft, und wie alles Feuchte, nur schwer trockenzulegen...
Wir alle spielen sie, die 'Rolle unseres Lebens' und neigen doch gleichzeitig unablässig dazu, sogar retrospektiv am 'Script' herum zu mäkeln und so zu tun als genügten die 'Schnippchen' nicht, die uns das Leben ohnehin und ohne unser Zutun zu schlagen weiß. Jedenfalls herrscht Einigkeit darüber, dass die 'Erfahrung' ganz offenbar ein rares Gut darstellt und man folgerichtig gut daran tue, sich ihrer reichlich zu versichern.
Besonders wertvoll will mir nun die 'Erfahrung' in ihrer Eigenschaft als Kunst der Selbst-Tröstung erscheinen, genau als jene Kunst also, die nach Freud auch ein Hauptmerkmal des Humors ist:
"Das Großartige (des Humors) liegt offenbar im Triumph des Narzissmus, in der siegreich behaupteten Unverletzlichkeit des Ichs. Das Ich verweigert es, sich durch die Veranlassungen aus der Realität kränken, zum Leiden nötigen zu lassen, es beharrt dabei, dass ihm die Traumen der Außenwelt nicht nahegehen können, ja es zeigt, dass sie ihm nur Anlässe zu Lustgewinn sind."
ERFAHRUNG wäre demnach als narzisstisch konstruierter 'Lustgewinn' zu definieren, aber wo bliebe dann die Unlust...?
Vielleicht ist ERFAHRUNG ja das Scharnier, welches beide Ebenen miteinander u n d gegeneinander beweglich verbindet. Diese geschmeidige Befestigungstechnik könnte auch eine plausible Erklärung dafür abgeben, warum beide scheinbar so konträren Gefühlslagen sich jederzeit geradezu tumultuarisch bereit zeigen, in ihr Gegenteil umzuschlagen...
'Life is life...'
walhalladada - 10. Jan, 00:31
29 Kommentare - Kommentar verfassen - 467 Klicks - 0 Trackbacks


