EN AVANT PARAVENT
(Aus der Abteilung 'Deutsche Geister', Heute:
'Traum & Erwachen' III, Walter Benjamins 'Sürrealismus-Essay')

Max Ernst:'Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind'
Nachdem Walter Benjamin selbst seinen 'Sürrealismus-Essay' als einen 'lichtundurchlässigen Paravent' vor seinem 'Passagen-Werk' bezeichnet hat, und nachdem eben das 'Passagen-Werk' hier in meiner 'Praxis' eine gewisse Bedeutung erlangt hat, scheint es wohl an der Zeit, dieser 'letzten Momentaufnahme der europäischen Intelligenz' einmal entschieden näher zu treten. (Mit diesem Untertitel hat Benjamin seinen 'Sürrealismus-Essay' gekennzeichnet.)
Worum also geht es in diesem alles andere als leicht eingängigen Essay. Sein Dreh- und Angelpunkt ist die 'Krisis des humanistischen Freiheitsbegriffs'. Worin aber diese 'Krisis' in ihrem Kern besteht, das deutlich zu machen, ist Benjamin der Surrealismus gerade gut genug. Der 'frenetische Willen', den er in dieser 'Bewegung' erwacht sieht, zielt aufs Äußerste: aus dem Stadium der ewigen Diskussionen heraus und um jeden Preis zu einer Entscheidung zu kommen'.
Die Tatsache aber, dass diese 'Entscheidung' 'künstlerisch', 'poetisch' nicht mehr zu leisten ist, interpretiert Benjamin als genau d i e Erfahrung, 'deren dialektischer Kern im Sürrealismus sich erst entfaltet hat.'
Wie das...? Die Surrealisten haben, so Benjamin, das 'Leben' nicht poetisch verbrämt, sondern in 'Aktion' verwandelt.
Der Surrealismus offenbart sich Benjamin als jene ' zwischen Wachen und Schlaf befindliche Schwelle, welche bereits von den Tritten der massenhaft hin und herflutenden Bilder ganz ausgetreten ist. Hier ist die Sprache nur sie selbst, weil Laut und Bild und Bild und Laut mit einer automatischen Exaktheit so ineinander greifen, dass für den Groschen 'Sinn' kein Spalt mehr übrig blieb'.
Der Surrealismus reagiert auf die nach der Katastrophe des Sinns abstrakt gewordene Erscheinung auch deshalb so adäquat, weil er als erster dem 'Bild' und der 'Sprache' den Vortritt vor dem 'Sinn' gelassen hat.
Da sich der 'Sinn' nach seiner Katastrophe nicht mehr ohne den Geruch der Affirmation in der Erscheinung konkretisieren kann, übernimmt jetzt gleichsam das 'Bild' die Verantwortung als Erfahrungsträger. Eine solchermaßen sinnentleerte Realität entbindet aber auch das 'Ich', den Subjektbegriff, von seinem idealistischen, das heißt unmittelbar mit ihm selbst zusammenhängenden humanistisch-aufklärerischen Fortschrittsgedanken. An die Stelle des unwiderruflich verloren gegangenen 'Sinns' sieht Benjamin jene 'Bilder' treten, die wie ein Traum die Individualität lockern wie einen hohlen Zahn'.
Soweit zu Benjamins 'Sürrealismus-Essay'
Die Praxis der MODERNE hat die SINNFRAGE und mithin den Subjektbegriff ad absurdum geführt. Das Individuum hat seine Authentizität, seine Autorität endgültig eingebüßt.
Wie ein hohler Zahn hat das 'Subjekt' seinen Halt verloren und ist aus jeglichem imaginierten Sinnzusammenhang herausgefallen: die Erfahrungen der MODERNE haben das Subjekt als den Träger der Aufklärung zu einer wurzellosen und obsoleten Erscheinung werden lassen.
Die Prothese, die hier Ersatz schaffen soll, heißt wenig einfallsreich POSTMODERNE und bemüht sich sehr, den im Selbst-Bewusstsein des Subjekts entstandenen Hohlraum mit Hilfe einer ungeheuren Bilder- und Datenflut wieder aufzufüllen. Dem drückenden Unbehagen, welches diese Prothese verursacht, kann aber ernsthaft nur derjenige begegnen, der sich selbst kurzerhand zum Subjekt dieser Strategie erklärt und die Eigenproduktion von 'Bildern' aufnimmt: das Medium BLOG erscheint dafür bestens geeignet...
(Was sagen Sie...? Das kommt Ihnen alles 'spanisch' vor...? Ja, glauben Sie denn etwa, mir nicht? Aber so sind sie nun mal, die 'spanischen Wände': unübertretbare Grenzen!
(Und das für Benjamin im wahrsten Sinne des Wortes!)
Jener Groschen 'SINN', für den die Surrealisten 'keinen Spalt übrig gelassen haben', eignete sich heutzutage doch nicht einmal mehr als konvertible Währung für die Sonntagskollekte...)

Magritte
'Spanish eyes...'
'Traum & Erwachen' III, Walter Benjamins 'Sürrealismus-Essay')

Max Ernst:'Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind'
Nachdem Walter Benjamin selbst seinen 'Sürrealismus-Essay' als einen 'lichtundurchlässigen Paravent' vor seinem 'Passagen-Werk' bezeichnet hat, und nachdem eben das 'Passagen-Werk' hier in meiner 'Praxis' eine gewisse Bedeutung erlangt hat, scheint es wohl an der Zeit, dieser 'letzten Momentaufnahme der europäischen Intelligenz' einmal entschieden näher zu treten. (Mit diesem Untertitel hat Benjamin seinen 'Sürrealismus-Essay' gekennzeichnet.)
Worum also geht es in diesem alles andere als leicht eingängigen Essay. Sein Dreh- und Angelpunkt ist die 'Krisis des humanistischen Freiheitsbegriffs'. Worin aber diese 'Krisis' in ihrem Kern besteht, das deutlich zu machen, ist Benjamin der Surrealismus gerade gut genug. Der 'frenetische Willen', den er in dieser 'Bewegung' erwacht sieht, zielt aufs Äußerste: aus dem Stadium der ewigen Diskussionen heraus und um jeden Preis zu einer Entscheidung zu kommen'.
Die Tatsache aber, dass diese 'Entscheidung' 'künstlerisch', 'poetisch' nicht mehr zu leisten ist, interpretiert Benjamin als genau d i e Erfahrung, 'deren dialektischer Kern im Sürrealismus sich erst entfaltet hat.'
Wie das...? Die Surrealisten haben, so Benjamin, das 'Leben' nicht poetisch verbrämt, sondern in 'Aktion' verwandelt.
Der Surrealismus offenbart sich Benjamin als jene ' zwischen Wachen und Schlaf befindliche Schwelle, welche bereits von den Tritten der massenhaft hin und herflutenden Bilder ganz ausgetreten ist. Hier ist die Sprache nur sie selbst, weil Laut und Bild und Bild und Laut mit einer automatischen Exaktheit so ineinander greifen, dass für den Groschen 'Sinn' kein Spalt mehr übrig blieb'.
Der Surrealismus reagiert auf die nach der Katastrophe des Sinns abstrakt gewordene Erscheinung auch deshalb so adäquat, weil er als erster dem 'Bild' und der 'Sprache' den Vortritt vor dem 'Sinn' gelassen hat.
Da sich der 'Sinn' nach seiner Katastrophe nicht mehr ohne den Geruch der Affirmation in der Erscheinung konkretisieren kann, übernimmt jetzt gleichsam das 'Bild' die Verantwortung als Erfahrungsträger. Eine solchermaßen sinnentleerte Realität entbindet aber auch das 'Ich', den Subjektbegriff, von seinem idealistischen, das heißt unmittelbar mit ihm selbst zusammenhängenden humanistisch-aufklärerischen Fortschrittsgedanken. An die Stelle des unwiderruflich verloren gegangenen 'Sinns' sieht Benjamin jene 'Bilder' treten, die wie ein Traum die Individualität lockern wie einen hohlen Zahn'.
Soweit zu Benjamins 'Sürrealismus-Essay'
Die Praxis der MODERNE hat die SINNFRAGE und mithin den Subjektbegriff ad absurdum geführt. Das Individuum hat seine Authentizität, seine Autorität endgültig eingebüßt.
Wie ein hohler Zahn hat das 'Subjekt' seinen Halt verloren und ist aus jeglichem imaginierten Sinnzusammenhang herausgefallen: die Erfahrungen der MODERNE haben das Subjekt als den Träger der Aufklärung zu einer wurzellosen und obsoleten Erscheinung werden lassen.
Die Prothese, die hier Ersatz schaffen soll, heißt wenig einfallsreich POSTMODERNE und bemüht sich sehr, den im Selbst-Bewusstsein des Subjekts entstandenen Hohlraum mit Hilfe einer ungeheuren Bilder- und Datenflut wieder aufzufüllen. Dem drückenden Unbehagen, welches diese Prothese verursacht, kann aber ernsthaft nur derjenige begegnen, der sich selbst kurzerhand zum Subjekt dieser Strategie erklärt und die Eigenproduktion von 'Bildern' aufnimmt: das Medium BLOG erscheint dafür bestens geeignet...
(Was sagen Sie...? Das kommt Ihnen alles 'spanisch' vor...? Ja, glauben Sie denn etwa, mir nicht? Aber so sind sie nun mal, die 'spanischen Wände': unübertretbare Grenzen!
(Und das für Benjamin im wahrsten Sinne des Wortes!)
Jener Groschen 'SINN', für den die Surrealisten 'keinen Spalt übrig gelassen haben', eignete sich heutzutage doch nicht einmal mehr als konvertible Währung für die Sonntagskollekte...)

Magritte
'Spanish eyes...'
walhalladada - 2. Feb, 18:24
11 Kommentare - Kommentar verfassen - 1094 Klicks - 0 Trackbacks
steppenhund - 2. Feb, 19:45
Die Praxis der MODERNE hat die SINNFRAGE und mithin den Subjektbegriff ad absurdum geführt. Das Individuum hat seine Authentizität, seine Autorität endgültig eingebüßt.
-
Der verbleibende SINN scheint darin zu bestehen, dass es irgendwie weiter geht.
Selbstverständlich ist es vollkommen sinnlos, später den Menschen im Rahmen der Postmoderne noch einmal anzusprechen. Wo die Authentizität verloren gegangen ist, kann es nur mehr einen Kollektivmassen(wahn)sinn geben.
-
Mir kommt das überhaupt nicht spanisch vor. Es ist nur eine auf die Kunst transformierte Darstellung der sieben Kränkungen, welche der Mensch erlebt hat. Die zeichnen sich durch den Verlust jeglicher Anthropozentrik aus. Die meisten durften wir im vorigen Jahrhundert erfahren. Kopernikus hat ebenfalls bereits ein Scherflein beigetragen.
-
Im Übrigen kann ich in einem surrealistischen Gemälde oft mehr Sinn erkennen als in vielen anderen Darstellungen.
-
Der verbleibende SINN scheint darin zu bestehen, dass es irgendwie weiter geht.
Selbstverständlich ist es vollkommen sinnlos, später den Menschen im Rahmen der Postmoderne noch einmal anzusprechen. Wo die Authentizität verloren gegangen ist, kann es nur mehr einen Kollektivmassen(wahn)sinn geben.
-
Mir kommt das überhaupt nicht spanisch vor. Es ist nur eine auf die Kunst transformierte Darstellung der sieben Kränkungen, welche der Mensch erlebt hat. Die zeichnen sich durch den Verlust jeglicher Anthropozentrik aus. Die meisten durften wir im vorigen Jahrhundert erfahren. Kopernikus hat ebenfalls bereits ein Scherflein beigetragen.
-
Im Übrigen kann ich in einem surrealistischen Gemälde oft mehr Sinn erkennen als in vielen anderen Darstellungen.
walhalladada - 2. Feb, 20:15
Und doch haben die Surrealisten - allen voran Louis Aragon - sich dem Kollektivgedanken (Kommunismus) verpflichtet gefühlt!
Auch Benjamin geht es letztlich darum, aus dieser Analyse Funken zu schlagen. Im seinem Essay finden sich die bemerkenswerten Worte:
'Wo liegen die Voraussetzungen der Revolution? Das ist die Kardinalfrage, die das Verhältnis von Politik und Moral bestimmt und die keine Vertuschung zuläßt. Der Sürrealismus ist ihrer kommunistischen Beantwortung immer näher gekommen. Und das bedeutet: Pessimismus (!) auf der ganzen Linie. Jawohl und durchaus. Mißtrauen in das Geschick der Literatur, Mißtrauen in das Geschick der Freiheit, Mißtrauen in das Geschick der europäischen Menschheit, vor allem aber Mißtrauen, Mißtrauen und Mißtrauen in alle Verständigung: zwischen den Klassen, zwischen den Völkern, zwischen den Einzelnen. (...)'
Aber keine Angst, Herr Steppenhund, noch traue ich Ihnen und danke für den eingehenden Kommentar ;-)
Auch Benjamin geht es letztlich darum, aus dieser Analyse Funken zu schlagen. Im seinem Essay finden sich die bemerkenswerten Worte:
'Wo liegen die Voraussetzungen der Revolution? Das ist die Kardinalfrage, die das Verhältnis von Politik und Moral bestimmt und die keine Vertuschung zuläßt. Der Sürrealismus ist ihrer kommunistischen Beantwortung immer näher gekommen. Und das bedeutet: Pessimismus (!) auf der ganzen Linie. Jawohl und durchaus. Mißtrauen in das Geschick der Literatur, Mißtrauen in das Geschick der Freiheit, Mißtrauen in das Geschick der europäischen Menschheit, vor allem aber Mißtrauen, Mißtrauen und Mißtrauen in alle Verständigung: zwischen den Klassen, zwischen den Völkern, zwischen den Einzelnen. (...)'
Aber keine Angst, Herr Steppenhund, noch traue ich Ihnen und danke für den eingehenden Kommentar ;-)
steppenhund - 2. Feb, 20:41
Im Vertrauen auf das Vertrauen...
"Die Revolution frisst ihre Kinder."
Ich bin zutiefst skeptisch jenen Sagern gegenüber, die alles Gewesene verdammen bzw. der Unrichtigkeit zeihen und dann selbst neue Thesen aufstellen wollen. Hierin liegt eine tiefe Unlogik, welche die Geschichte schon mehrfach - und nicht wenig schmerzhaft - aufgedeckt hat.
Ohne Achtung des Körnchens Wahrheit, welches in jedem menschlichen Darstellungsversuch steckt, beinhaltet jedes neue System bereits seinen Untergang.
"Die Revolution frisst ihre Kinder."
Ich bin zutiefst skeptisch jenen Sagern gegenüber, die alles Gewesene verdammen bzw. der Unrichtigkeit zeihen und dann selbst neue Thesen aufstellen wollen. Hierin liegt eine tiefe Unlogik, welche die Geschichte schon mehrfach - und nicht wenig schmerzhaft - aufgedeckt hat.
Ohne Achtung des Körnchens Wahrheit, welches in jedem menschlichen Darstellungsversuch steckt, beinhaltet jedes neue System bereits seinen Untergang.
steppenhund - 2. Feb, 20:43
ich habe mir ja den Kommunismus sowohl in Russland, als auch in China, als auch in der DDR ansehen können - inklusive der Kenntnis der Exekution von Verwandten, die in den 20er-Jahren freiwillig nach Moskau gegangen sind, weil sie vom Kommunismus überzeugt waren.
-
-
walhalladada - 2. Feb, 22:46
Dass jemand als Opfer des Faschismus (in seiner nationalsadistischen Provenienz) die 'Rettung' im Kommunismus gesehen hat, erscheint mir im historischen Kontext doch mehr als verständlich. Heute wissen wir, dass totalitäre Systeme sich extrem ähnlich sind. Benjamin, der übrigens Moskau auch aus eigener Anschauung kannte, hat das nicht erst mit dem Hitler-Stalin-Pakt begriffen.
Für ihn bestand eine politische Lösung nie darin, dass sich das Individuum letztlich den kollektiven Bedürfnissen unterzuordnen hat, sondern er suchte diese Zwangskollektivierung geradezu umzukehren. Die 'Rettung' war für ihn letztlich eine Frage des Stils:
Das politische Subjekt soll nicht s i c h in das Kollektiv, sondern das Kollektiv i n sich integrieren. Ich muss generell und hier im speziellen zugeben, dass Benjamins Theorie sich für mich an dieser Stelle ganz hinter ihren Paravant zurückzieht - aber ich erkenne immerhin noch deren Schemen :)
Das ist doch ein faszinierender Gedanke, dass 'eine glückliche Einsicht in Stilfragen' den Ausweg aus der totalitären Alternative hervorbringen soll ;)
Für ihn bestand eine politische Lösung nie darin, dass sich das Individuum letztlich den kollektiven Bedürfnissen unterzuordnen hat, sondern er suchte diese Zwangskollektivierung geradezu umzukehren. Die 'Rettung' war für ihn letztlich eine Frage des Stils:
Das politische Subjekt soll nicht s i c h in das Kollektiv, sondern das Kollektiv i n sich integrieren. Ich muss generell und hier im speziellen zugeben, dass Benjamins Theorie sich für mich an dieser Stelle ganz hinter ihren Paravant zurückzieht - aber ich erkenne immerhin noch deren Schemen :)
Das ist doch ein faszinierender Gedanke, dass 'eine glückliche Einsicht in Stilfragen' den Ausweg aus der totalitären Alternative hervorbringen soll ;)
steppenhund - 3. Feb, 00:15
Nein, nein. Das war in den Zwanzigerjahren - vor dem Faschismus.
-
Ein künstlerischer Aspekt (Stil) kann wohl kaum dem Wesen Macht und dessen Ausprägungen eine Richtung geben. Das fällt mir sehr schwer zu glauben.
Macht verwendet die Kunst. Ob das in Ägypten oder in Rom der Fall war, bis heute hat sich nichts daran geändert, oder?
-
Ein künstlerischer Aspekt (Stil) kann wohl kaum dem Wesen Macht und dessen Ausprägungen eine Richtung geben. Das fällt mir sehr schwer zu glauben.
Macht verwendet die Kunst. Ob das in Ägypten oder in Rom der Fall war, bis heute hat sich nichts daran geändert, oder?
walhalladada - 3. Feb, 00:35
Das hab ich schon begriffen...Benjamins Essay ist auch aus den spätesten 20er Jahren (1929).
(Ich argumentiere allerdings oben nicht immanent im hist. Kontext, sondern beziehe den Fortgang der Entwicklung ein.)
Das mit der Stilfrage - es geht um den Unterschied zwischen Bild und Vergleich - habe ich noch nicht annähernd verstanden. Ich finde auch Aragons 'Traité du Style' nicht, worauf sich Benjamin in dieser Stilfrage ausdrücklich bezieht. (Ich habe das Buch zuletzt als 'stichomantisches Objekt' benutzt...) Sicherlich benutzen totalitäre Systeme die Kunst und verjagen oder töten im Extremfall jene Künstler, die ihnen nicht zu Willen sind. Trotzdem sieht Benjamin in der Kunst den Hebel für gesellschaftliche Veränderungen. Nur, wo er den Hebel genau ansetzt, das müsste man noch mal genau nachlesen...
Ich werde Sie über diese bedeutsame 'Stilfrage' in jedem Fall auf dem Laufenden halten :)
(Ich argumentiere allerdings oben nicht immanent im hist. Kontext, sondern beziehe den Fortgang der Entwicklung ein.)
Das mit der Stilfrage - es geht um den Unterschied zwischen Bild und Vergleich - habe ich noch nicht annähernd verstanden. Ich finde auch Aragons 'Traité du Style' nicht, worauf sich Benjamin in dieser Stilfrage ausdrücklich bezieht. (Ich habe das Buch zuletzt als 'stichomantisches Objekt' benutzt...) Sicherlich benutzen totalitäre Systeme die Kunst und verjagen oder töten im Extremfall jene Künstler, die ihnen nicht zu Willen sind. Trotzdem sieht Benjamin in der Kunst den Hebel für gesellschaftliche Veränderungen. Nur, wo er den Hebel genau ansetzt, das müsste man noch mal genau nachlesen...
Ich werde Sie über diese bedeutsame 'Stilfrage' in jedem Fall auf dem Laufenden halten :)
tut nix zur sache (Gast) - 3. Feb, 14:40
Wenn man genau hinschaut, kann man den Schatten Ihrer Zipfelmütze auf dem Gewand der Jungfrau sehen.
walhalladada - 3. Feb, 15:03
Tatsächlich! Ich bin beeindruckt. Und dazu braucht es nicht einmal viel Phantasie...Jetzt finde ich mich als Schatten wieder...Auf dem enganliegendsten Gewand, das ich je gesehen habe...
Was hat das zu bedeuten? Bislang habe ich nur einen Hauch meines Zipfelmützenscheins als Rouge auf dem gezüchtigten Hintern des Jesuskindleins entdeckt...Darüber könnte man fast ins Sinnieren geraten :)
(P.S.: Ich danke jedenfalls sehr für diese sachdienliche Wahrnehmung!)
Was hat das zu bedeuten? Bislang habe ich nur einen Hauch meines Zipfelmützenscheins als Rouge auf dem gezüchtigten Hintern des Jesuskindleins entdeckt...Darüber könnte man fast ins Sinnieren geraten :)
(P.S.: Ich danke jedenfalls sehr für diese sachdienliche Wahrnehmung!)
walhalladada - 4. Feb, 17:04
(half off thread)
Schöner träumen...
Heute auf ARTE, 21:00 Uhr. Es lohnt sich!
Heute auf ARTE, 21:00 Uhr. Es lohnt sich!
katiza - 5. Feb, 08:13
Danke - Traum-Haft!


Trackback URL:
http://walhalladada.twoday.net/stories/4669733/modTrackback