KA(NNI)BALE

Man möchte zuweilen ein Kannibale sein, nicht um den oder jenen aufzufressen, sondern um ihn auszukotzen.
(E.M. Cioran)

'I'm Not The Man I Used To Be'
walhalladada - 10. Sep, 21:22
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Gregor Keuschnig - 10. Sep, 21:54
Meines Wissens gibt es zwei Gründe, warum Kannibalismus ausgeübt wird (bzw. wurde). Der erste besteht darin, demjenigen, dem man die Ehre des Verspeisens erweist, ähnlich zu werden bzw. dessen gute Eigenschaften damit zu übernehmen. Der zweite besteht - freundlich ausgedrückt - im Gegenteil. Letztlich also: Entweder aus Liebe oder aus Hass. Cioran scheint sich für die zweite Version entschieden zu haben. Mir wäre das Vomitieren als Ziel zu anstrengend.
Erlauben Sie mir jedoch zu vermerken, dass Ihre Mütze in Bild zwei eine sicherlich kurzfristige aber beachtliche optische Aufwertung bekommen hat. Mal was anderes...
Erlauben Sie mir jedoch zu vermerken, dass Ihre Mütze in Bild zwei eine sicherlich kurzfristige aber beachtliche optische Aufwertung bekommen hat. Mal was anderes...
walhalladada - 10. Sep, 22:15
Womit Sie sicherlich Recht haben, Gregor, ich kann die immer selbe blöde Mütze auch nicht mehr sehen! Womit Sie mich allerdings verblüfft haben, ist dieses 'vomitieren', das kannte ich bislang noch nicht - womit wieder einmal der schlagende Beweis angetreten wird, dass Bloggen nicht doof macht sondern bildet!
Anousch O. - 10. Sep, 22:30
Ein Kind meiner Geburtsstadt ist dieser Herr hier.
walhalladada - 10. Sep, 22:37
:-))
g.emiks - 10. Sep, 21:56
den schweinen muten wir schweine zu.
den rindern rinder.
(fr)essen ist ein wunderbares unglück.
[anni bal]
.
den rindern rinder.
(fr)essen ist ein wunderbares unglück.
[anni bal]
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walhalladada - 10. Sep, 22:20
das fressen ist aggressiv
und trägt den zweifel in sich,
das vomitieren schwächt das aggressive
ins gegenstandslose ab. genaugenommen
sind rein und raus zwei möglichkeiten, einen
standpunkt zu vermeiden.
und trägt den zweifel in sich,
das vomitieren schwächt das aggressive
ins gegenstandslose ab. genaugenommen
sind rein und raus zwei möglichkeiten, einen
standpunkt zu vermeiden.
ConAlma - 10. Sep, 22:08
Spontane Assoziation zur zweiten Abbildung:
In der Bibliothek meiner Eltern stand ein Bändchen über bestimmte Indianer am Amazonas, das ich mir manchmal heimlich holte - ich war in zartem Volksschulalter und wusste nicht, ob ich derlei hätte ansehen dürfen. Aber diese Abbildungen der Schrumpfköpfe, die darin enthalten waren, übten eine ungeheure Faszination auf mich aus. Verborgene Abgründe in meiner angeblich glücklichen Kindheit?
In der Bibliothek meiner Eltern stand ein Bändchen über bestimmte Indianer am Amazonas, das ich mir manchmal heimlich holte - ich war in zartem Volksschulalter und wusste nicht, ob ich derlei hätte ansehen dürfen. Aber diese Abbildungen der Schrumpfköpfe, die darin enthalten waren, übten eine ungeheure Faszination auf mich aus. Verborgene Abgründe in meiner angeblich glücklichen Kindheit?
walhalladada - 10. Sep, 22:27
Wenn das der einzige Abgrund Ihrer Kindheit ist, liebe Frau Alma... der ließe sich doch leicht mit zwei Sprüngen überqueren :)
Anousch O. - 10. Sep, 22:21
Was zählt, sind die inneren Werte.
walhalladada - 10. Sep, 22:38
Schlachttagrenaissance in der 'Praxis'...?
books and more - 10. Sep, 23:01
Aha, liebe Anousch, also etwa so:
Was reizt ihr Busen mich?
Es lockt die Leber ach so zart ...
Was reizt ihr Busen mich?
Es lockt die Leber ach so zart ...
g.emiks - 10. Sep, 23:03
ach, wie recht sie haben, werte frau o.,
reichen sie unserem schlachhosenträger
ein inneres "t"? oder bemühen wir ups?
.
reichen sie unserem schlachhosenträger
ein inneres "t"? oder bemühen wir ups?
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g.emiks - 10. Sep, 22:49
um die anstrengung beim erbrechen zu vermeiden,
sollte unbedingt folgender ratschlag beherzigt werden:
locker, breitbeinig und leicht gebückt hin- bzw. aufstellen.
das gilt sowohl für das vomitieren als auch das vomimenschen.
(meatjournal, 19. jg. 2008, s. 299)
.
sollte unbedingt folgender ratschlag beherzigt werden:
locker, breitbeinig und leicht gebückt hin- bzw. aufstellen.
das gilt sowohl für das vomitieren als auch das vomimenschen.
(meatjournal, 19. jg. 2008, s. 299)
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walhalladada - 10. Sep, 23:01
vomitierend die contenance zu wahren, ist ein sicheres zeichen innerer größe.
(August v. Kotzebue: Blind geladen.
Lustspiel in einem Akt. Leipzig 1811)
(August v. Kotzebue: Blind geladen.
Lustspiel in einem Akt. Leipzig 1811)
g.emiks - 10. Sep, 23:18
vomimenschend den hausflur zu verunreinigen, ist ein sicheres zeichen von ungeduld oder von verschlossenen düren.
(mensch ärgere dich nicht, würfelspiel in fünf farben, leib.zig o.j.)
.
(mensch ärgere dich nicht, würfelspiel in fünf farben, leib.zig o.j.)
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Anousch O. - 10. Sep, 23:31
Vomi hin oder her. Ab heute werden wir elementargeteilcht.
Bald muss keiner mehr frieren. Oder hungern.
ps: Albert, ich grüße Sie mal von hier unten nach da oben!
Bald muss keiner mehr frieren. Oder hungern.
ps: Albert, ich grüße Sie mal von hier unten nach da oben!
walhalladada - 10. Sep, 23:40
"Das 'Schwarze Loch ' muß mit Geduld ertragen, mit Bedacht genossen werden. Aus ihm führen zwei Tore: das eine in's Nichts, das andere in die Leere: in die plane Unmöglichkeit oder in die Fülle unserer größten Möglichkeiten überhaupt.
Die heutige Art zu leben ist mißverstandene Langeweile".
(H.v. Doderer: Blaues Buch,1948, behutsam gefälscht...)
ps: @albert
Ich habe ihre Innereienode in der Hoffnung weitergeschrieben, dass Sie sie weiterschreiben - alles muss raus!
Die heutige Art zu leben ist mißverstandene Langeweile".
(H.v. Doderer: Blaues Buch,1948, behutsam gefälscht...)
ps: @albert
Ich habe ihre Innereienode in der Hoffnung weitergeschrieben, dass Sie sie weiterschreiben - alles muss raus!
books and more - 11. Sep, 01:14
Nachtfragment
Die Gedärme spülend
mit schwarzem Kaffee,
o träges Blut! und emsig
verricht' er sein
nächtliches Werk.
O wenn doch der Ofen
erst, im Morgenrot,
und die Glieder stille lägen,
eines beim andern und
wie sich's gehörte ...
mit schwarzem Kaffee,
o träges Blut! und emsig
verricht' er sein
nächtliches Werk.
O wenn doch der Ofen
erst, im Morgenrot,
und die Glieder stille lägen,
eines beim andern und
wie sich's gehörte ...
walhalladada - 11. Sep, 10:54
Was backen Sie denn da, Albert, in nachmitternächtlicher Stunde? Sie frönen doch nicht etwa (auto)kannibalistischen Praktiken...?
books and more - 11. Sep, 11:19
Na ja, etwas von Raubbau am Körper hat's schon ... noch ist aber alles dran. Nur das Blut entwich, und die wache Schärfe des Blickes ... Gleich kommt der Herr von der Allianz-Versicherung. Ich habe ja heute keinen rechten Appetit, so übernächtigt, aber soll ich Ihn für Sie in den Keller legen zu den kühlen Kartoffeln & Krauthäuptern? Bis Sie einmal vorbeikämen mit blutrotem Mützchen?
Mit culinarischen Grueszen
A.
Mit culinarischen Grueszen
A.
walhalladada - 11. Sep, 11:45
Den Spieß umdrehen....
Gute Idee, aber nur, wenn Sie dem Herrn vorher eine Lebensversicherung zu meinen unseren Gunsten aufschwatzen können...Diese Versicherungsmenschen sind in der Regel recht zäh, aber wenn man sie lange genug einlegt (so à la Sauerbraten) kann man selbst den hartgesottensten Vertreter mürbe kriegen :)
books and more - 11. Sep, 11:48
Eben ruft der Herr an (junge zarte Stimme; freundlich, ja geradezu arglos!). Wird sich etwas verspäten. Ob er den Braten gerochen hat, der eben tatsächlich [!] duftend durch mein Fenster steigt?
walhalladada - 11. Sep, 12:13
Eine 'zarte Stimme', so so! Die ist bestimmt antrainiert (HABEN SIE EIN LÄCHELN IN DER STIMME?) oder durch Einnahme von Kreide manipuliert. Lassen Sie sich nicht über auf den Tisch ziehen...
steppenhund - 10. Sep, 23:52
Rein und raus mit dem Futter
Also, was das "rein" angeht, schätze ich sehr die Geschichten von Roald Dahl, z.B. Lamm Ärmistan.
Was das "raus" angeht, kann man ja noch rechtzeitig anhalten, wie hier beschrieben wird.
Was das "raus" angeht, kann man ja noch rechtzeitig anhalten, wie hier beschrieben wird.
walhalladada - 11. Sep, 00:03
Die 'Kotzgurke' gehört für mich zu den Highlights von Roald Dahls Rezeptbuch & die Tatsache, dass Bruckneranton offensichtlich den Begriff 'vomitieren' auch nicht gekannt hat, beruhigt mich doch sehr.
steppenhund - 11. Sep, 08:46
Wobei das Wort "speiben" für Erbrechen ja in zwei Formen vorkommt. Intransitiv: "Ich muss speiben." (phonetisch speim)
Transitiv und reflexiv: "Ich speib mich an!" Manchmal auch als Ausdruck der Verblüffung gebraucht und gar nichts mit Nahrung zu tun habend.
Transitiv und reflexiv: "Ich speib mich an!" Manchmal auch als Ausdruck der Verblüffung gebraucht und gar nichts mit Nahrung zu tun habend.
walhalladada - 11. Sep, 11:01
Vomitorium...
In der ersteren Form bräuchte man eines, im zweiteren Fall bräuchte man keines!


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